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Samsung investiert in Dresdner Technologiefirma Novaled

Wirkt für viele wie Sonnenlicht: eine OLED-Leuchte. Abb.: Novaled

Dresden/Seoul, 28.9.2011: Der koreanische Elektronikkonzern Samsung beteiligt sich finanziell an der Dresdner Technologiefirma „Novaled„, die auf Organische Leuchtdioden (OLEDs) spezialisiert ist. Das teilte Novaled heute mit, nannte allerdings nicht die Höhe der Investition. Nach unseren Informationen handelt es sich aber nicht um eine Übernahme, also wohl keine Mehrheitsbeteiligung.

Der Hintergrund ist indes naheliegend: Novaled ist spezialisiert auf wichtige OLED-Komponenten, die die Lebensdauer und Leuchtkraft OLED-basierter Bildschirme wesentlich beeinflussen. Die Dresdner belieferten bereits in der Vergangenheit führende asiatische Display-Hersteller mit ihren Spezialsubstraten und Know-How. Samsung will sich hier offensichtlich ein vorrangiges Zugriffsrecht gegenüber der Konkurrenz sichern.

Konkret investiert der koreanische Elektronikkonzern über seine Beteiligungsgesellschaft „Samsung Ventures Investment Corporation“ (SVIC) an der Dresdner Firma. „Unsere Investition in Novaled passt sich in unsere Strategie ein, eng mit etablierten Marktführern zusammenzuarbeiten“, erklärte SVIC-Manager Michael Pachos. „Novaled ist solch ein Technologieführer und nimmt in der OLED-Welt einen signifikanten Platz ein.

Novaled ist eine Ausgründung der TU Dresden und entstand vor zehn Jahren. Seitdem ist das Unternehmen technologisch, personell und im Umsatz stark gewachsen, zehrt aber bis heute vom Einsatz seiner Risikokapitalgeber. 2010 steigerte Novaled seinen Umsatz um 50 Prozent auf 11,2 Millionen Euro und erwartet für dieses Jahr einen weiteren Sprung auf etwa 17 Millionen Euro. Vor allem ein Großauftrag eines „namhaften asiatischen Bildschirmherstellers“ treibe diese jüngste Entwicklungm hieß es kürlich von Novaled  – nun dürfte klar sein, dass es sich wohl um Samsung handelte. Die Firma beschäftigt in Dresden 115 Mitarbeiter. Kürzlich war das Unternehmen auch in den Markt für Luxusleuchten auf OLED-Basis eingestiegen (Der Oiger berichtete). Heiko Weckbrodt

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