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Handy-Datenfunk LTE hängt Wimax ab

London, 22.9.2011: Der einst so vielgelobte Datenfunkstandard „Wimax“ hat den großen Durchbruch nicht geschafft und verliert gegenüber Datenübertragungen via Handy-Netz wie LTE und HSDPA an Bedeutung. Das berichtet der Branchendienst „EE Times“ unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen „Infonetics Research Inc“.

Noch vor ein paar Jahren hatte es so ausgesehen, als ob Wimax als reichweitenstarke Fortentwicklung der WLAN-Netze für eine Grundversorgung mit schnellem Datenfunk weltweit sorgen könnte. Auch Halbleiter-Primus Intel hatte stark auf diesen Standard gesetzt. Wimax hat diese Hoffnungen jedoch aus vielerlei Gründen (unter anderem geringer praktischer Datendurchsatz) nie recht erfüllt. Und wenn man sich jüngere mobile Geräte mit Datenfunkanschluss ansieht, sei es nun das iPad, iPhone oder neuere Notebooks, so sind dort meist HSDPA- und nicht Wimax-Empfänger integriert. Auch das durchsatzstärkere LTE beruht auf dem Handy-Netz und wird auch in Deutschland derzeit stark ausgebaut.

Ein weiteres Indiz: Laut „Infonetics Research“ betrugen die weltweiten Ausgaben für LTE-Ausrüstungen im zweiten Halbjahr 2011 rund 600 Millionen Dollar, die für Wimax-Anlagen nur 500 Millionen Dollar. Am meisten wird derzeit allerdings in klassische Handydatenfunknetze in den aufstrebenden Industrieländern wie China und Indien investiert, die zunächst ihre Netze auf UMTS- beziehungsweise HSDPA-Standard bringen wollen.

Auch in Dresden gibt es ein Wimax-Netz, das aber weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Inzwischen setzen die meisten Nutzer, die nicht an DSL oder Internet via TV-Kabel angeschlossen werden können, auf HSDPA-Lösungen.

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