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3D-Experiment: Mehrheit bevorzugt Polarisationsbrillen

Die Probanten beim Blindtest. Abb.: LG

Die Probanten beim 3D-Blindtest. Abb.: LG

Willich, 18.8.2011: Bei einem 3D-Test mit 100 Probanten haben rund zwei Drittel der Testteilnehmer der Polarisations- gegenüber der Shutter-Brille den Vorzug gegeben, wenn sie räumliche Videos und Fernsehfilme ansehen sollten. Das teilte der Elektronikhersteller „LG“ mit und berief sich dabei auf eine Untersuchung von TNS-Infratest. Dabei hatten sich die Teilnehmer 20 Minuten lang in einem wie ein Wohnzimmer ausgestattetem Labor 20 Minuten lang 3D-Filme abwechselnd mit Shutter- und Polarisationsbrillen angesehen, ohne zu wissen, welche Technologie gerade auf ihrer Nase saß.

Die Probanten bewerteten die Bildqualität beider Brillen als etwa gleich gut. 70 Prozent waren mit dem Tragekomfort der Pol-Brille zufrieden, bei Shutter-Brillen waren es nur 23 Prozent. Unterm Strich bevorzugten 65 Prozent die Pol-Brille.

Bei der Polarisationstechnik werden die Lichtwellen für beide Teilbilder des 3D-Inhalts verschieden ausgerichtet, jedes Brillglas ist auf eine andere Lichtebene geeicht. Die teueren und meist schwereren Shutterbrillen hingegen werden durch den 3D-Projektor elektronisch ferngesteuert, jeweils zum richtigen Sekundenbruchteil für jedes Halbbild wird jeweils nur das rechte oder linke Brillenglas freigegeben.

Oigers Meinung: Ich finde die Ergebnisse erstaunlich, da eine richtig geeichte Shutter-Brille wirklich kein falsches Halbbild durchlässt, Pol-Brillen hingegen schon. Eine strenge Trennung der Halbbilder ist aber wichtig, um Kopfschmerzen bei 3D-Filmen zu vermeiden. Fehlerquellen des Tests könnten die nicht gerade repräsentative Teilnehmerzahl und Testdauer sein. hw

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