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„Supreme Leader – Cold War“: Kalter Krieg als Computerbrettspiel

Kennedy vs. Chruschtschow. Abb.: Koch Media

Kennedy vs. Chruschtschow. Abb.: Koch Media

Wenn es ein Symbol des Kalten Krieges gab, dann war es sicher die Berliner Mauer. Deren Bau jährt sich dieser Tage zum 50. Mal – Anlass genug für viele TV-Reportagen, Reminiszenzen und auch Spiele wie „Supreme Ruler: Cold War“. Darin schickt Paradox den Spieler zurück in die Zeiten von Korea-Krieg, Berlin-Krise und mitten in das Kräftemessen der Supermächte. In dem rundenbasierten Strategietitel kann man sich auf die Seite der USA oder Sowjetunion schlagen und mal mit den diplomatischen Muskeln spielen, mal einen Stellvertreterkrieg anzetteln.

Abgesehen davon, dass rundenbasierte Strategie ihren Zenit auf dem Computer lange überschritten hat, entwickelte dieser „Cold War“ auch sonst kaum Reize: Die Grafikoberfläche wirkt altmodisch, die Textausgabe kommt in holprigem Deutsch daher, mangels Tutorial müssen Einsteiger viel, viel Zeit investieren, bis sie auch nur die Grundzüge erlernt haben.

Fazit: Das letzte rundenbasierte Strategiespiel, das mich halbwegs fesseln konnte, war „Future Wars“ von Headup. Das hatte aber auch einen Einstiegslehrgang, war mehr als Gelegenheitsspiel konzipiert und hatte eine nette Comic-Optik. All das fehlt diesem Kalten-Kriegs-Spiel, der Plot hätte mehr hergegeben. hw

„Supreme Ruler: Cold War“ (Paradox/Koch Media), rundenbasiertes Strategiespiel, P 12

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