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Deutscher E-Buch-Markt winzig, Thalia sieht aber Aufwärtstrend

Oyo-Lesegerät. Abb.: Thalia

Oyo-Lesegerät. Abb.: Thalia

Hagen, 9.8.2011: Die Buchhandelskette „Thalia“ (Hagen) sieht einen Aufwärtstrend im bisher schwachen eBuch-Markt in Deutschland und hat daher nun „textunes“ gekauft. Das Berliner Unternehmen soll für Thalia Leseprogramme (Apps) für Android-Smartphones, iPhones und iPads entwickeln, mit denen sich die digitalen Bücher der Kette auch auf anderen Geräten als dem hauseigenen „Oyo“ lesen lassen. Außerdem kündigte „Thalia“ eine verbesserte Version seines eBook-Lesegerätes an, der „Oyo II“ soll mehr Funktionen, eine längere Akku-Laufzeit und mehr Konstrast als der Vorgänger haben.

Die Entwicklung des „eReading-Marktes“ in Deutschland habe schon im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt aufgenommen, begründete Thalia die neuen Pläne. Mit dem Verkauf elektronischer Bücher sei deutschlandweit im Jahr 2010 ein Umsatz von 21,2 Millionen Euro generiert worden. Allerdings entspricht dies nicht einmal einem Prozentpunkt Marktanteil am gesamten Buchmarkt in der Bundesrepublik (9,7 Milliarden Euro Umsatz) – ganz anders als in den USA, wo beispielsweise Amazon in manchen Monaten bereits mehr eBücher als klassische Bücher verkauft.

In einer internationalen Studie der Unternehmensberatung „Boston Consulting“ vom Mai 2010 konnten sich 28 Prozent der Befragten vorstellen,  innerhalb eines Jahres einen e-Reader oder einen Tablet-PC wie das iPad anzuschaffen. Verlängert man den Zeitraum auf drei Jahre, sind es sogar 49 Prozent. Prognose: Die Geräte dürften sich damit schon bald zum Massenprodukt entwickeln, so wie PCs oder Handys, heißt es in einer Marktanalyse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

 

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