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Buch „Der Bug“: Zwei Nerds im Verschwörungssumpf

Nach dem Überraschungserfolg „Extraleben“ hat der Wirtschaftsjournalist und Buchautor Constantin Gillies mit „Der Bug“ die langersehnte Fortsetzung für die nostalgischen Abenteuer von Nick und Keen aufgeschrieben. Inzwischen sind beide „arriviert“, haben den besten Job, den sich gealterte Computer-Nerds nur vorstellen können: Sie rekonstruieren gegen viel Geld und im Auftrag der mysterösen „Datacorp“ (auf die sie im ersten Band gestoßen waren) steinzeitliche Rechnersysteme gutbetuchter Kunden – vom FBI bis zur Großbank. Als sie bei einem Weiterbildungsseminar über Uralt-Computer einen Vortrag des Chip-Gurus Charles Irving besuchen, fällt der nach seinem ersten Satz plötzlich tot um. Und da außer Nick und Keen keiner den prähistorischen Laptop des Veteranen bedienen kann, geraten das – nicht mehr ganz so dynamische – Duo widerwillig mitten in eine neue Verschwörung hinein, die sie rund um den Erdball treibt. Während ihnen rabiate Dunkelmänner immer dicht auf den Fersen sind, versuchen Nick und Keen, die Daten Irvings Schritt für Schritt zu entschlüsseln…

Der neuen Verschwörungsabenteuer der beiden Alt-Nerds haben zwar nicht ganz so viel Spannung und Schmiss wie „Extraleben“, gehören aber zweifellos zu den besseren Computer-Romanen am Markt. Dass man den „Bug“ guten Gewissens auch einem breiterem Publikum ans Herz legen kann, nicht nur 80er-Jahre-Nostalgikern und Nerds wie Nick und Keen selbst, hat gute Gründe: Vor allem kann Gillies – anders als viele andere PC-Freaks, die zur Feder greifen – wirklich schreiben. Stilsicher hat er einen spannend-unheldischen Verschwörungskrimi aufgepinselt, der geschmeidig zu lesen ist. Heiko Weckbrodt

Constantin Gillies: Der Bug, CSW-Verlag, Winnenden 2010, 17 Euro, ISBN 978-3-941287-47-1
 

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