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Universal-Winzling für eBuch-Freunde

Tabletcomputer T91MT. Abb.: Asus
Tablett-Rechner „T91 MT“ ist trotz kleiner Schwächen ein großer Wurf

Als Alternative zu e-Buch-Lesegeräten wie SonysPRS und Amazons Kindle sowie Apples iPad schickt Asus den Tabett-Minirechner „T91 MT“ ins Rennen. Nachdem die Taiwanesen schon mit der Erfindung des Netbooks den Markt umgekrempelt hatten, haben sie diese leichten Minicomputer nun für Vielleser angepasst: Die Tastatur des Rechners lässt sich unter dem 8,9-Zoll-Bildschirm wegklappen, bedient wird das T91 per Multi-Touch-Display, der Finger-Gesten und Steuerstifteingaben erkennt. In diesem Zustand lässt sich der Leichtling wie ein Taschenbuch nutzen, geblättert wird, indem man mit dem Daumen über den Bildschirm streicht. Ausgeklappt beherrscht er alles, was ein tragbarer PC so kann, nur ein DVD-Laufwerk fehlt.

Sehr gut: Im Rechner ist ein UMTS-Modul eingebaut, mit dem man per Handyfunk schnell ins Internet gehen kann – bei der Konkurrenz gibt es das nur gegen Aufpreis. Die Variante „T91 MT“ hat zudem TV-Empfänger für DVB-T.

Der Winzling schlägt sich in all diesen Modi wacker. In unseren Tests waren selbst lange Lektüresitzungen kein Problem, da nur 960 Gramm in der Hand zu halten sind und eine Akku-Ladung im Praxisbetrieb (also inklusive Lesepausen) für 6,25 Lesestunden ausreicht. Schaut man sich ein Video an (mangels Laufwerk vom USB-Stift ausgelesen), reicht der Akku für viereinhalb Stunden – beides sind für ein Notebook vorzügliche Werte, die sich wohl auf den Polymer-Akku zurückführen lassen. Auch zeigt hier Windows 7 seine Stärken: Obwohl es alle Funktionen des Ressourcen-Fressers Vista beherrscht, hat es Microsoft diesmal hingekriegt, dass das neue Windows auch auf Netbooks mit vernünftigem Tempo und Energieverbrauch arbeitet. Das T91 ist mit Intel-Atom-Prozessor (1,33 GHz), einem Gigabyte RAM und 32-Gigabyte Flash-Festplatte ausgestattet.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Zwar ist das T91 ein sehr reizvolles Gerät, es fehlt ihm aber das Apple-typische Benutzer-„Finish“. So hat Asus auf einen Wippschalter zum Buchblättern verzichtet – da sich das Multitouch-Display teils etwas unpräzise steuern lässt, ein echtes Manko. Auch ist der Knopf, der den Bildschirm in Hoch- oder Querformat ausrichtet, nur mühsam benutzbar.

Fazit: Wenn Asus an den Details nachbessert, ist dieses Gerät eBuch-Freunden, die gleichzeitig einen universalen Reisecomputer wollen, wärmstens zu empfehlen. Vor allem die lange Akku-Laufzeit, das geringe Gewicht, das eingebaute UMTS-Modul und Extras wie der TV-Tuner sprechen für sich.hw

„T91MT“ (Asus), Tablett-Netbook, ca. 500 Euro, http://www.asus.de/
siehe auch:

Kindle im Oiger-Test
Pocketbook will deutschen Markt erobern
Asus-Tablettcomputer T91M im Test
Sonys eBook-Gerät PRS im Oiger-Test
Iriver Cover Story im Oiger-Test

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